Ekkart Kleinod

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Von 1996 bis 2010 arbeitete ich in Forschungsprojekten des Fraunhofer ISST als studentische Hilfskraft bzw. ab 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Vorherrschende Themen war Modellierung großer Systeme auf abstrakter Ebene z. B. zur Signalflussanalyse, zur ersten Timing-Abschätzung, zur Ressourcenplanung etc. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Modellierung aller Aspekte eines eingebetteten Systems, also Features, Software und Hardware; sowie der Probleme der Überlappung von Komponenten, der Modellierung von Varianten und der Überführung der Modelle in Standards, wie z. B. AUTOSAR.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

aXBench – AUTOSAR extensible workbench

Die aXBench ist ein Prototyp für die Implementierung der Konzepte zur varianten sowie verteilten Modellierung. Mit Hilfe der aXBench setzen wir die Ergebnisse des VEIA-Projekts prototypisch um und beweisen so die Machbarkeit. Gleichzeitig validieren und verfeinern wir unsere Ergebnisse, so dass die Ergebnisse praxisnah werden.

Die aXBench ist seit Dezember 2010 Open Source, mehr Informationen sind daher unter Freie Software zu finden.

VEIA – Verteilte Entwicklung und Integration von E/E-Systemen im Automobil

Die Produktlinientechnik wird in der Automobilindustrie zur effizienten Produktion hoch individualisierter Fahrzeuge verwendet. Die wesentliche Idee besteht darin, eine stets gleich bleibende Plattform zu entwickeln, auf der durch den Einsatz unterschiedlicher Komponenten individuelle Produkte wie in einem Baukastensystem zusammengestellt werden können. Mit einer flexiblen Systematisierung der Anforderungen, einer auf Variabilität ausgerichteten Referenzarchitektur und wiederverwendbaren Softwarekomponenten ist dieser Ansatz auch auf die Entwicklung von Softwaresystemen übertragen worden. Ziel des Projekts VEIA war es, auf der Grundlage der Konzepte der Produktlinientechnik eine Methode für die verteilte Entwicklung und Integration von Automotive-Systemen zu erarbeiten, die sich an den konkreten Anforderungen industrieller Entwicklungsprozesse orientiert und praktisch anwendbar ist.

Das Projekt VEIA griff dabei die Ergebnisse des Projekts MOSES auf und überarbeitete sie. Dabei wurden veraltete Konzepte überprüft, die Methodik entschlackt und die Ergebnisse deutlich anwendbarer ausgestaltet. Als sichtbares Ergebnis wurde die aXBench geschaffen, um die Ergebnisse von VEIA anhand eines Prorotypen darstellen zu können

Im VEIA-Projekt waren die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Fraunhofer ISST gleichberechtigt an der Bearbeitung der Themen beteiligt. Die Ergebnisse des Projekts finden Sie auf der VEIA-Projektwebseite oder, falls sie von mir erstellt oder miterstellt wurden, unter Wissenschaft.

Projektdaten
Titel Verteilte Entwicklung und Integration von E/E-Systemen im Automobil (VEIA)
Laufzeit Mai 2006 bis Oktober 2008
Projektpartner Fraunhofer ISST, BMW Group, PROSTEP IMP GmbH, TU München
Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Förderung Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Forschungsoffensive "Software Engineering 2006"
Webseite http://veia.isst.fraunhofer.de/

MOSES – Modellbasierte Systementwicklung

Ziel des Projekts »MOSES« (Modellbasierte Systementwicklung) war es, im Auftrag der BWM Group eine Methodik für durchgängige modellbasierte Systementwicklung von Elektrik-/Elektroniksystemen in Fahrzeugen zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen dabei Methoden und Notationen für die Engineering-Prozesse, das Anforderungsmanagement, das Systemdesign und die Soft- und Hardware-Entwicklung - und zwar sowohl auf der System- als auch auf der Komponentenebene.

Die Ergebnisse ermöglichen es, neben der Entwicklung individueller Systeme auch Engineering-Prozesse für die Domäne zu unterstützen und damit Wiederverwendungskonzepte systematisch in die Prozesse einzuführen. Um dies zu erreichen, wurden bestehende Konzepte der Produktlinienentwicklung adaptiert und erweitert, die insbesondere auf die Repräsentation von Varianten, Konfiguration von Modellen und das Erstellen und Verwenden von Modell-Baukästen abzielen.

Das Projekt wurde in vier Phasen durchgeführt: Modellierung von 1) Anforderungen, 2) vernetzten Funktionen und 3) Architekturen sowie 4) Validierung / Umsetzung der Methode. In jeweils anschließenden Migrationsprojekten wurden die Ergebnisse in laufenden Entwicklungsprojekten bei der BMW Group evaluiert, kontinuierlich überwacht und damit das Gesamtsystem gesteuert.

Die Ergebnisse des Projekts sind als ISST-Bericht erhältlich. Die wissenschaftliche und praxisnahe Konsolidierung und Weiterentwicklung der Ergebnisse erfolgte ab 2006 im Projekt VEIA.

Auch bei MOSES waren die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Fraunhofer ISST gleichberechtigt an der Bearbeitung der Themen beteiligt.

Projektdaten
Titel Modellbasierte Systementwicklung (MOSES)
Laufzeit 2001 bis 2005
Projektpartner Fraunhofer ISST, BMW Group
Webseite http://www.isst.fraunhofer.de/geschaeftsfelder/gfembeddedsystems/referenzprojekte/moses/index.jsp

PRIDE – Primärszenarien-Editor

Der Primärszenarien-Editor "PRIDE" diente als Editor für Bordnetzstrukturen in der sehr frühen Phase der Fahrzeugentwicklung. PRIDE beruhte auf den MOSES-Modellen, speziell dem Funktionsmodell aus MOSES 2 und dem Architekturmodell aus MOSES 3. Ziel von PRIDE war, Bordnetz-(Teil-)Systeme grafisch darzustellen, zu verändern oder neu zu entwickeln. Dabei sollten sowohl Funktionsnetze als auch technische Architekturen dargestellt werden können. Die Partitionierung zwischen diesen Modellen wurde teilweise unterstützt.

Ich war an der Konzeption und frühen Umsetzung sowie dem Test von PRIDE beteiligt.

Projektdaten
Titel Modellbasierte Systementwicklung (MOSES)
Laufzeit 2003 bis 2004
Projektpartner Fraunhofer ISST, BMW Group

rem2 – Requirement Modelling and Requirement Management for Domain Engineering

rem2 war bis 2003 ein Prototyp zur Anforderungsmodellierung gemäß MOSES 1.

Ich war an der Konzeption sowie dem Test von rem2 beteiligt.

Projektdaten
Titel Requirement Modelling and Requirement Management for Domain Engineering (rem2)
Laufzeit 2002 bis 2003
Projektpartner Fraunhofer ISST, BMW Group

Homeland Security

Ziel des Projekts war die Erstellung eines Konzepts zur dienstorientierten Modellierung der Homeland-Security-Systeme der Bundesrepublik Deutschland.

Projektdaten
Titel Homeland Security
Laufzeit März bis Mai 2006
Projektpartner Fraunhofer ISST, T-Systems

Systemakademie – Veranstaltungsreihe der BMW Group

Im Rahmen der Systemakademie E/E der BMW Group war das Fraunhofer ISST für die Veranstaltung "Konsequente Systemorientierung in der Entwicklung von Elektrik-/Elektroniksystemen für Automobile" verantwortlich. Die Veranstaltung bestand aus Vorlesungs- und Praxisteilen mit Gruppenarbeit, Diskussionen und Vorlesungen.

Die Themen umfassten: Systementstehungsprozess, Anforderungsanalyse. und Management, Funktionsmodellierung, Entwurf und Integration von Modellen, Test und Absicherung, Softwarearchitekturmodellierung sowie Planung und begleitende Prozesse.

Ich war an der Konzeption, Ausgestaltung sowie Durchführung der Veranstaltungen beteiligt.

Projektdaten
Titel Konsequente Systemorientierung in der Entwicklung von Elektrik-/Elektroniksystemen für Automobile
Veranstaltungsreihe zur Systemakademie E/E der BMW Group
Laufzeit April bis Dezember 2005
Projektpartner Fraunhofer ISST, BMW Group

Volkswagen AutoUni – Offene Systemarchitekturen: Standards für das sichere Automobil der Zukunft/Modellbasierte Softwareentwicklung für eingebettete Systeme

Im Rahmen des Programm "Elektronik im Fahrzeug" der Volkswagen AutoUni war das Fraunhofer ISST für die Teilveranstaltungen verantwortlich, die sich mit Modellbasierung und Standards der modellbasierten Entwicklung beschäftigten. Die Veranstaltung bestand aus Vorlesungs- und Praxisteilen mit Gruppenarbeit, Diskussionen und Vorlesungen.

Die Themen umfassten: Randbedingungen der Entwicklung und Integration sowie Konzepte und Techniken für die Entwicklung eingebetteter, sicherer Systeme, Anforderungserfassung und -analyse, statische und dynamische Analysemodelle, komponentenbasierte SW-Architekturen und systematische Wiederverwendung / SW-Produktlinien für eingebettete Systeme.

Ich war an der Ausgestaltung sowie Durchführung der Veranstaltungen beteiligt.

Projektdaten
Titel Offene Systemarchitekturen: Standards für das sichere Automobil der Zukunft (2003)
Modellbasierte Softwareentwicklung für eingebettete Systeme (2004)
Programm "Elektronik im Fahrzeug" der Volkswagen AutoUni
Laufzeit 2003 bis 2006
Projektpartner Fraunhofer ISST, Volkswagen AG

Studentische Hilfskraft

Digitales Lasten- und Pflichtenheft

Ziel des Projekts war die Untersuchung und Definition der Grundlagen für digitale Lasten- und Pflichtenhefte für die Volkswagen AG.

Projektdaten
Titel Digitales Lasten- und Pflichtenheft
Laufzeit Januar bis Juni 2002
Projektpartner Fraunhofer ISST, Volkswagen AG